Nachdem die Werchowna Rada, das ukrainische Parlament, bereits am 15. Juli das Gesetz „Über die Ratifizierung der Übereinkunft zwischen der Ukraine und der Europäischen Union über die Teilnahme der Ukraine am Europäischen Foschungsprogramm ‚Horizont 2020′“ verabschiedet hatte, unterschrieb Präsident Poroschenko das Gesetz am 05. August, so dass es nun offiziell in Kraft getreten ist.
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Wie der stellvertretende russische Bildungsminister Alexander Klimow mitteilte, sollen in den nächsten Jahren die Umstrukturierungen im russischen Hochschulsektor weitergeführt werden und die Anzahl der Hochschulen auf etwa 150 Institutionen reduzieren. Diese sollen als Volluniversitäten ein breites Spektrum an Wissenschaft, Forschung und Lehre abdecken und auch international eine größere Rolle spielen.
Während sich die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland im Zuge der Krim-Annexion und der Ukraine-Krise verschlechtert haben, scheint dies die bilateralen Wissenschaftsbeziehungen bisher nicht negativ zu beeinflussen.
In den ostukrainischen „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk befinden sich mit der Nationalen Universität Donezk und der Taras Schewtschenko Universität Luhansk zwei der größten und wichtigsten Hochschulen der Ukraine. Von dem seit über einem Jahr andauernden militärischen Konflikt sind beide Institution stark betroffen – und gehen unterschiedlich damit um.
Im Rahmen der Fördermaßnahme „ERA.Net Plus mit Russland“ haben sich am 1./2. Juli 2015 in Sankt-Petersburg Vertreter von 20 Fördermittelgebern aus Österreich, Belgien, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Lettland, Moldawien, Polen, Rumänien, der Slowakei, der Schweiz, der Türkei und Russland getroffen, um eine Förderentscheidung über gemeinsame Forschungsprojekte zu treffen.
In der F.A.Z. vom 15. Juli erschien unter dem Titel „Russische Exzellenz, auf Linie gebracht“ ein Artikel über die Exzellenzinitiative „5Top100„. Die langjährige Moskau-Korrespondentin Kerstin Holm erklärt darin das Vorstoßen zweier russischer Hochschulen in die Top 100 der international renommiertesten Universitäten.
Die Dynastie-Stiftung des russischen Unternehmers und Mäzens Dmitrij Zimin hat verkündet, ihre Arbeit einzustellen. Dynastie ist einer der wichtigsten privaten Förderer, der Wissenschaft und Forschung in Russland unterstützt. Die Stiftung gab an, die Arbeit nicht unter dem Label eines „Ausländischen Agenten“ fortsetzen zu wollen, das das Justizministerium der Stiftung kürzlich verlieh.
Die Agentur Expert Rating, die das renommierteste russische Hochschulranking erstellt, hat eine aktuelle Rangliste der zwanzig forschungsstärksten Hochschulen 2017 ermittelt.
In den Ukraine-Analysen 152 werden im Artikel „Das neue Hochschulgesetz – Ist das ukrainische Hochschulsystem im Aufbruch?“ die Reformen des ukrainischen Hochschulwesens seit der Maidan-Revolution vor einem Jahr thematisiert.