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Hochschullandschaft in der Ukraine und Russland

Tag: Forschung (Page 2 of 4)

Bundesministerium für Bildung und Forschung friert Kooperation mit Russland und Belarus ein

Als Reaktion auf den völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf seiner Webseite bereits Ende Februar eine grundlegende Änderung seiner Kooperationspolitik mit Russland angekündigt. Nun hat das BMBF Einzelheiten zu den Änderungen mitgeteilt. Zudem wurde klargestellt, dass auch die Zusammenarbeit mit Belarus stark eingeschränkt wird, da das Land Russlands Krieg unterstützt.

Die entschlossene Reaktion des BMBF begründete Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger damit, „dass ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen ein souveränes, demokratisches Land in Europa ein Angriff auf uns alle ist“. Das BMBF unterstütze zudem alle Bemühungen, um den Krieg und die Gewalt zu beenden und die territoriale Integrität und die Souveränität der Ukraine zu schützen. Allen Ukrainerinnen und Ukrainern, denen durch die russische Invasion unermessliches Leid zufügt wird, gelte die uneingeschränkte Solidarität.

Task Force im BMBF eingerichtet

Für die eingeleitete Wende der Kooperationspolitik mit Russland wurde eine Task Force im BMBF eingerichtet. Diese kategorisiert die große Vielfalt der Kooperationsformen, die auf sehr unterschiedlichen Rechtsgrundlagen beruhen. Außerdem wird jede einzelne Maßnahme in den zuständigen Referaten überprüft und bewertet. Ziel ist es, national und international die russische Regierung soweit wie möglich zu isolieren. Aufgrund der Unterstützung von Russlands Krieg in der Ukraine gilt die eingeleitete Wende auch für Belarus.

Türen für die Wissenschaft offenhalten

Zugleich werden die Türen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Russland, die politisch bedroht sind, offengehalten. Denn die Stärkung der Zivilgesellschaft ist in diesen Zeiten das Gebot der Stunde. Das BMBF will den Dialog mit den zivilgesellschaftlichen Strukturen in Wissenschaft und Forschung in Russland soweit wie möglich fortsetzen.

In der Zusammenarbeit mit Russland und Belarus gelten nun die folgenden Leitlinien und Ziele:

  • Unter Wahrung rechtlicher Rahmenbedingungen werden Forschungsprojekte und Programme mit staatlicher Beteiligung aus Russland und Belarus gestoppt, ebenso Forschungskooperationen, bei denen Technologie- und Knowhowtransfer stattfindet oder stattfinden könnte. Die deutschen Partner sind mit ihren Forschungsanteilen, die in Deutschland stattfinden und bei denen ein Technologie- und Knowhowtransfer ausgeschlossen ist, von dem Stopp der Förderung nicht betroffen.
  • Das BMBF geht keine neuen Initiativen und Projekte mit russischen und belarussischen Regierungsvertretern oder staatlich geförderten Institutionen an.
  • Staatliche russische und belarussische Institutionen erhalten vom BMBF keinerlei personelle oder finanzielle Unterstützung. Das bedeutet auch, dass bis auf weiteres keine neuen Stipendien für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende, die an russischen und belarussischen Einrichtungen forschen und lehren wollen, vergeben werden.
  • Bilaterale Gesprächsformate, Veranstaltungen, Konferenzen und Sommerschulen mit staatlicher Beteiligung Russlands oder Belarus werden ausgesetzt.
  • Die langjährige Berufsbildungskooperation des BMBF mit Russland wurde bereits gestoppt und die Mobilitätsförderung nach Russland in der beruflichen Bildung ausgesetzt.
  • Die „Deutsch-Russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ von 2018 als umfassendes Dach der bilateralen Zusammenarbeit wird ausgesetzt. Geplante Kooperationsworkshops sind abgesagt, eine beabsichtige Internetplattform geht nicht an den Start.
  • Die deutschen Hochschulen und Forschungs- und Mittlerorganisationen wurden gebeten, Kooperationsvereinbarungen und die institutionelle Zusammenarbeit mit russischen und belarussischen Partnern im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten auszusetzen. Die letzte Entscheidung liegt aufgrund der Wissenschaftsfreiheit bei der Wissenschaft selbst.
  • Russischen und belarussischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Studierenden, die sich auf der Grundlage einer Individualförderung in Deutschland aufhalten, soll aber ermöglicht werden, in Deutschland zu bleiben.
  • Das BMBF begreift Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende als Teil der Zivilgesellschaft. Russische und belarussische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende, die in Deutschland arbeiten, dürfen nicht diskriminiert, stigmatisiert und isoliert werden. Freiheit von Wissenschaft, Lehre und Forschung sind unverzichtbare Bestandteile von unabhängigen Demokratien. Daher steht das BMBF an der Seite jener, die für den Frieden und diese Werte eintreten.
  • Seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen kommt das BMBF weiterhin nach. Das gilt auch für die internationalen Großgeräte Facility for Antiproton and Ion Research (FAIR) und European X-Ray Free-Electron Laser Facility (European XFEL). Die weitere Umsetzung dieser Verträge wird angesichts der russischen Aggression mit den internationalen Partnern und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen abgestimmt.

Im Übrigen wird das BMBF im Rahmen des Möglichen alles tun, um die Forschungszusammenarbeit mit der Ukraine in vom BMBF geförderten Projekten weiterzuführen. Die im aktuellen Koalitionsvertrag formulierten Vereinbarungen zur Ukraine gelten fort. Sie untermauern den im Bereich der Wissenschaftskooperation eingeschlagenen Weg hin zu einer starken Partnerschaft beider Länder.

Quelle: Kooperation International

Integration in den Europäischen Forschungsraum: Ukraine strebt Reform des nationalen Forschungssystems an

Wie das Online-Magazin Science|Business berichtet, arbeitet die ukrainische Regierung an Reformen, um die Integration in den neu gestalteten Europäischen Forschungsraum (EFR) zu beschleunigen. Zudem hofft das Land, noch in diesem Jahr dem COST-Programm für wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit beitreten zu können.

Bereits seit Oktober 2021 ist die Ukraine voll assoziiertes Mitglied des europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung Horizont Europa und des EURATOM-Programms für Forschung und Ausbildung. Für 2022 plant die ukrainische Regierung sich weiter an die europäische Forschungs- und Innovationsgemeinschaft anzunähern und die Ausweitung der Teilnahme an internationalen Wissenschaftsprogrammen der EU.

Dazu wurde im vergangenen Jahr die nationale Roadmap für die Integration in den Europäischen Forschungsraum aktualisiert und eine Expertengruppe ins Leben gerufen, die sich an den Arbeitsgruppen des Ausschusses für den Europäischen Raum für Forschung und Innovation (ERAC) beteiligen soll. Geplant ist zudem die weitere Reform des Forschungs- und Entwicklungssystems, um dieses stärker an den Prioritäten und Zielsetzung der EU auszurichten. Angedacht ist unter anderem die Einführung von Open Science-Ansätzen sowie die Schaffung eines Rechtsrahmens, der es den Forschungsinfrastrukturen des Landes ermöglicht, sich europäischen Konsortien anzuschließen. Zudem habe das Land bereits ein wettbewerbsorientiertes System für die Vergabe von Fördermitteln eingeführt und plane jährliche Erhöhungen des Budgets des Nationalen Forschungsfonds, so ein Vertreter des ukrainischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft.

Bis Ende des Jahres soll nach Wunsch der Regierung auch die Teilnahme am COST-Programm ausgehandelt werden, um ukrainischen Forschenden die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der EU zu erleichtern.

Quelle: Kooperation International

Russland fördert sechs Forschungszentren für Künstliche Intelligenz

Zur Unterstützung der Erforschung und der Entwicklung von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) startete die russische Regierung im Juli einen Wettbewerb zur Einrichtung von KI-Forschungszentren. Nun sind die Auswahlergebnisse bekannt gegeben worden.

Der Wettbewerb zur Förderung von KI-Forschungszentren wurde vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung beaufsichtigt sowie vom Analysezentrum für die Regierung der Russischen Föderation durchgeführt. Die Auswahl erfolgte durch eine aus 16 Experten bestehende Arbeitsgruppe unter der Leitung des stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Dmitri Tschernyschenko.

Insgesamt beteiligten sich 36 russische Einrichtungen an dem Wettbewerb, von denen neun in die engere Auswahl kamen. Am 4. Oktober wurden sechs Zentren bekannt gegeben, die bis 2024 Fördermittel von jeweils bis zu 1 Milliarde RUB erhalten werden. Die Gesamtförderung, einschließlich zusätzlicher Mittel beispielweise durch Industriepartner, wird sich auf 7 Milliarden RUB belaufen.

Die Zentren werden in folgenden Einrichtungen beheimatet sein:

  • Skolkovo Institute of Science and Technology (Skoltech)
  • Moskauer Institut für Physik und Technologie (MIPT)
  • V.P. Ivannikov Institut für Systemprogrammierung der Russischen Akademie der Wissenschaften
  • Innopolis Universität
  • Staatliche Universität für Informationstechnologien, Mechanik und Optik (ITMO)
  • Wirtschaftshochschule Moskau (Higher School of Economics HSE)

Die Zentren werden verschiedene KI-Anwendungsgebiete wie Wirtschaft und Medizin umfassen, aber auch branchenübergreifende Lösungen und KI-Techologien für spezifische Herausforderungen (z.B. CO2-Reduzierung) entwickeln.

Quelle: Kooperation International

Brücken schlagen in politisch schwierigen Zeiten: Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation

Die gemeinsame „Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ setzt seit zwei Jahren neue Maßstäbe in der bilateralen Bildungs- und Forschungszusammenarbeit. Parallel lief das Deutsch-Russische Jahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018–2020, das in diesem Jahr zu Ende geht. Inwieweit das Deutsch-Russische Themenjahr auch die Ziele der Roadmap gefördert hat und wie diese im kommenden Jahr weiter vorangetrieben werden, erklärt Frithjof A. Maennel, Leiter der Unterabteilung „Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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Die „Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ wird zu einer Marke internationaler wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit

Das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation und das Bundesministerium für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland haben beschlossen im Rahmen der Umsetzung der deutsch-russischen „Roadmap“ einen gemeinsamen Logotyp für Veranstaltungen und Projekte zu verwenden.

Die Verwendung markanter Symbole der „Roadmap“ soll die deutsch-russische wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in ihrer ganzen Vielfalt in beiden Ländern bekannt machen.

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Russland und Deutschland haben offiziell die konkrete Umsetzung der bilateralen Forschungszusammenarbeit „Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ eingeleitet

Im Rahmen einer offiziellen Zeremonie in Berlin fiel der Startschuss für die „Deutsch-russische Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“. An der Veranstaltung nahmen der Erste Stellvertretende Minister für Wissenschaft und Hochschulwesen der Russischen Föderation Grigori Trubnikov und Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Georg Schütte teil.

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EU und Russland bereiten sich für engere Zusammenarbeit im Bereich von Forschungsinfrastrukturen vor

Russland und die Europäische Union wollen künftig im Bereich von Forschungsgroßgeräten noch enger zusammenarbeiten. Dies ist das klare Signal, das von der Abschlussveranstaltung des europäisch-russischen Projekts CREMLIN ausging, die am 5. Juni 2018 bei DESY in Hamburg stattgefunden hat.

CREMLIN steht für „Connecting Russian and European Measures for Large-scale Research Infrastructures“. Nach drei Jahren Laufzeit geht das EU-Russland-Koordinierungs-Projekt zu Ende, das mit 1,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 gefördert wurde. DESY ist Koordinator des Konsortiums, das 19 europäische und russische Labore umfasst.

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PhD Thesis Presentation Contest 2018 – The UKRAINE Network

The PhD Thesis Presentation Contest aims to promote young scientists and in doing so contribute to increasing the visibility of Ukrainian PhD students abroad and raising the profile of the international academic collaboration with Ukraine.

The 2018 Final will be carried out on 4th of October 2018 in Dresden, Germany, within the framework of the 2018 Annual Meeting of the German-Ukrainian Academic Society (Die Deutsch-Ukrainische Akademische Gesellschaft e.V.). To apply please fill in the application form and send your CV to e-mail: info (at) ukrainet.eu by 14 May 2018. Finalists will be informed by the end of June 2018. Their travel and stay in Dresden will be supported by the Society.

Eligibility: PhD students carrying out their research in any subject are eligible to apply for participation in this Contest. In particular we invite PhD students from one or more following groups to apply:

  • Ukrainian PhD students studying abroad (incl. exchange PhD students);
  • PhD students, regardless of nationality, who are involved in a collaborative (e.g. bi- or multi-lateral, including Ukraine as a partner) research project;
  • PhD students, regardless of nationality, whose topic of research relates to Ukraine.

Ukrainian PhD students studying in other than Germany European country can also apply. If you have questions or any doubts about your eligibility, please contact us: info (at) ukrainet.eu.

This PhD Contest offers the opportunity to PhD students to advance their presentation skills, learn to present complex scientific questions to a broader interested non-specialist audience and network with other researchers from different fields. Successful candidates are invited to present their research at the Final event on stage, and get a chance to win a book prize as well as add an extra credential to their CVs. FAQs can be found here.

This PhD Contest is organised by the German-Ukrainian Academic Society/ The UKRAINE Network and is supported by the Nomad Bioscience GmbH and the Embassy of Ukraine in Germany.

Quelle: Deutsch-Ukrainische Akademische Gesellschaft

Deutsch-russischer Runder Tisch zu den „Auswirkungen der Robotisierung auf die Arbeitswelt der Zukunft”

Die Zukunft der Arbeit wird – da sind sich alle Experten einig – wesentlich von der Robotisierung bestimmt sein. Zu den vielfältigen Aspekten der Robotisierung und ihrem absehbaren Einfluss auf Industrie und Gesellschaft veranstaltete das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH Moskau) in Kooperation mit der Staatlichen Universität für Luft- und Raumfahrttechnik St. Petersburg (SUAI) und dem St. Petersburger Institut für Informatik und Automatisierung der Russischen Akademie der Wissenschaften (SPIRAS) einen deutsch-russischen Runden Tisch im Rahmen der Internationalen Konferenz zu Elektromechanik und Robotik “Zavalishins Readings“..

Deutsche Wissenschaftler von der Universität Bremen, der TU Kaiserslautern, dem Institut für Robotik und Mechatronik (DLR), dem Institut für Kommunikationstechnik der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – Institut für Anthropomatik und Robotik (IAR) diskutierten mit russischen Kolleginnen und Kollegen von der SUAI, SPIIRAS und anderen Institutionen soziale, ethische, juristische und bildungsbezogene Aspekte der Robotisierung und Automatisierung. Folgende Fragen wurden im Rahmen des Runden Tisches thematisiert: Können Roboter Menschen im Arbeitsprozess ersetzen? Wie geht man mit der Änderung der Qualifikationen bei steigender Automatisierung um? Wie beeinflusst die Robotisierung die Organisationsstruktur und Hierarchie in einem Unternehmen? Wer trägt die Verantwortung bei einem Fehler? Wie ändern sich die Anforderungen an Kompetenzen von Arbeitskräften bei steigender Automatisierung von Arbeitsprozessen? Wie müssen Ausbildung- und Studienprogramme gestaltet werden, um den neuen Herausforderungen zu entsprechen? In welchen Bereichen der Robotertechnik sind Deutschland und Russland besonders stark? Wo gibt es Potentiale für gemeinsame Projekte in Wissenschaft und Wirtschaft?

Einen anschaulichen Eindruck von der betrieblichen Seite der Robotisierung vermittelte der Vortrag der Vertreterin des deutschen Landwirtschaftstechnik- Unternehmens CLAAS. Sie zeigte auf, wie die Automatisierung zu einem tiefgreifenden Wandel der Berufsanforderungen führt. Die Vertreterin des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen stellte Bildungs- und Forschungsinstitutionen zu Robotertechnik in der Region vor – Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Forschungszentrum Jülich, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn u.a.. Auch über soziale, ethische und juristische Aspekte der Robotisierung wurde während des Runden Tisches diskutiert. Die insgesamt 60 Teilnehmer äußerten sehr differenzierte Einschätzungen, waren sich aber einig darin, dass die Robotisierung die Arbeitswelt und der damit verbundene gesellschaftliche Wandel innovativer Lösungen bedürfen, die über die rein technologische Modernisierung weit hinausgehen. Das DWIH wird zu diesem Themenbereich auch in Zukunft den Dialog deutscher und russischer Wissenschaftler fördern, um partnerschaftliche Lösungen anzustoßen und zu verbreiten.

Quelle: DWIH

Russland erhöht Finanzmittel für Forschungsförderung

Die verbleibenden Mittel des russischen Programms für Wissenschaft und Technologie 2014-2020 werden von 522 Millionen EUR auf rund 783 Millionen EUR aufgestockt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, die Finanzierung russischer Forschungseinrichtungen bis Ende des Jahres deutlich zu erhöhen. Die Finanzierung läuft unter dem Förderprogramm für Wissenschaft und Technologie 2014-2020, dessen Gesamtetat bei knapp drei Milliarden EUR liegt. Da ein Großteil der Mittel bereits zugeteilt worden ist, werden die noch verbleibenden 522 Millionen EUR nun um 261 Millionen EUR erhöht.

Begünstigt werden sollen vor allem Universitäten, insbesondere solche aus einer Liste strategischer Institutionen, unter denen sich unter anderem die Staatliche Universität Moskau und die Staatliche Universität Sankt Petersburg befinden. Die Umsetzung des Plans ist Teil der kürzlich von der russischen Regierung angekündigten Strategie, die wissenschaftliche Entwicklung von Universitäten in den kommenden Jahren zu einer nationalen Priorität zu erheben.

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